Festival 2019

Das war

Teatro la Ribalta/IT - IL BALLO

Die Jubiläumsausgabe des Internationalen inklusiven Kulturfestivals sicht:wechsel ging von 3. – 7. Juni 2019 in Linz mit großem Erfolg über die Bühne.

Insgesamt 480 Künstler*innen mit und ohne Beeinträchtigung begeisterten in über 40 Veranstaltungen mehr als 6.000 Besucher*innen. Das Hauptinteresse galt dabei in erster Linie den großen Gastspielen heimischer und internationaler inklusiver Ensembles. Geprägt waren alle diese Darbietungen vom aufkeimenden Selbstbewusstsein der inklusiven Kunst – und Kulturszene.

Und so startete das Festivalprogramm ganz bewusst mit einem künstlerischen Highlight: „Fulminanter sicht:wechsel-Auftakt mit Doris Uhlichs EVERY BODY ELECTRIC im Linzer Posthof“ titelte das Neue Volksblatt, während die Rezension der OÖNachrichten mit „Ein überwältigtes Publikum dankte mit nicht enden wollendem Applaus. Ein starker Abend“ schloss. Und Jasmin Gaderer meinte gar in der KRONE „Das ist Weltklasse!“.

Eine beeindruckend starke Ensembleleistung bot auch der Auftritt der italienischen Theatergruppe Teatro La Ribalta mit ihrer poetischen und bilderreichen Produktion IL BALLO, die vom Publikum mit Standing Ovations bedankt wurde. Standing Ovations gab es aber auch bei den beiden eigens für das Festival erarbeiteten ausverkauften Vorstellungen der Produktionen TIME WARP der grooving moving percusssion & dance company und ULLI ULLMANN der Transitheart-Productions in der BlackBox des Musiktheaters. Die Adaptierung von Shakespeares SOMMER.NACHTS.TRAUM des SOundSO Theaters in Grein sorgte ebenfalls für großen Jubel und Heiterkeit in der TRIBÜNE Linz. Und das Konzert im Ursulinensaal verband unterschiedlichste Ensembles und Musikrichtungen, wie den a-capella-Chor Thonkunst Leipzig, die Moserfamily oder das Duo Marion Kaindl & Hannah Roitinger samt Überraschungsgast Walter Klinger zu einem berührenden und packenden Musikprogramm und riss die zahlreich erschienenen Besucher*innen zu Begeisterungsstürmen hin.

Den vergnüglichen Abschluss dieses außergewöhnlichen Festivalprogramms machte Deutschlands einziger asymmetrischer Kabarettist MARTIN FROMME mit seinem jedes Tabu brechenden Programm BESSER ARM AB ALS ARM DRAN in der Arbeiterkammer.

Insgesamt fünf ganz unterschiedliche Ausstellungen in öffentlich zugänglichen Räumen boten einen Querschnitt der Oberösterreichischen inklusiven Kunstszene und waren noch bis Ende des Monats in den jeweiligen Veranstaltungsorten zu sehen. Ein Flashmob, der literarische Umzug KOPF HOCH!-Kunst macht Mut (u.a. mit Beteiligung von Landeshauptmann Mag. Stelzer), der Wiener Schauspieler Florian Jung oder Das Institut zur Vermittlung von Heiterkeit belebten die Linzer Innenstadt genauso wie die zahlreichen musikalischen Veranstaltungen am Taubenmarkt oder in einigen Cafes der Stadt. Veranstaltungen im Dunkeln, Workshops, das inklusive Abschlussfest und das Kunstsymposium SEQUENZEN 2019 rundeten das umfangreiche Festivalprogramm ab.

Alles in Allem ein rundum gelungenes und erfolgreiches Festival, das das neue Selbstverständnis der inklusiven Kunst- und Kulturszene treffend zum Ausdruck bringen konnte. Trotz aller Begeisterung für diesen Erfolg darf aber der besonnene Blick auf die aktuelle Situation inklusiver Künstler*innen nicht abhanden kommen. Denn Menschen mit Beeinträchtigung sind, auch in der Kunst, leider noch immer nicht in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Es bedarf daher noch vieler gemeinsamer Anstrengungen, um dieses große Ziel zu erreichen. Aber der eingeschlagene Weg scheint richtig und zielführend zu sein und ist nur mehr schwer aufzuhalten.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Das nächste Festival sicht:wechsel wird von 20. – 24. Juni 2022 stattfinden.

Wir freuen uns jetzt schon alle darauf!

Ein herzliches an
  • die Subventionsgeber Land OÖ/Kultur, Stadt Linz, Sozialabteilung des Landes OÖ, BKA, Sozialministerium
  • die vielen Sponsoren, Paten und Kooperationspartner
  • die Verantwortlichen der Spielstätten Landestheater Linz, OÖ Kulturquartier, Posthof, Arbeiterkammer OÖ, Tribüne Linz, OÖBSV und der zahlreichen kleineren Gastspielstätten
  • das Café Viele Leute und an die Stadtpfarre Linz
  • die zahlreichen Mitarbeiter*innen des Festivals
und vor allem an die 480 mitwirkenden Künstler*innen, ohne die dieser Erfolg nicht möglich wäre